Your only limit is your mind

7 Tage Fasten

Fasten. Ein aktuelles Thema, das viele Menschen beschäftigt und auch viele Zeitungsartikel und Dokumentationen füllt. In vielen verschiedenen Formen wird es angepriesen. Und auch ich habe bereits Erfahrungen damit gemacht. In diesem Artikel werden Dinge stehen, die ihr vielleicht auch schon in anderen gelesen habt. Aber vielleicht ist einiges neu und hilfreich für euch. Entscheidet selbst, ob ihr euch mit mir gemeinsam auf den Weg macht oder ob ihr an diesem Punkt aufhört zu lesen.


Bereits seit über 10 Monaten lebte ich nach der Intervallfasten Methode 16:8. Das heißt ich nahm mir 8 Stunden Zeit für meine Mahlzeiten und in den anderen 16 Stunden wurde nur getrunken und nichts gegessen. Es ging mir gut mit dieser Methode. Mein Frühstück hatte ich all die Jahre zuvor nur aus Gründen einer Vorbildfunktion zu mir genommen, ich selbst hatte kein Verlangen danach. Daher war es nicht schwer darauf zu „verzichten“. Meine letzte Mahlzeit habe ich gegen 21 Uhr gegessen und hatte eine Pause bis 13 Uhr. Für mich und meinen Lebensrhythmus perfekt. Für viele andere Menschen nicht denkbar. Ihnen war das Frühstück heilig, dafür war für sie das Abendessen unwichtiger. Hier gilt es in sich selbst hineinzufühlen, was für einen selbst der richtige Weg ist. Ich liebe Essen, Kochen und alles was damit in Verbindung steht, umso überraschender war es für mich, dass ich mich vor einigen Wochen sehr unwohl gefühlt habe.

Die Arbeit war anstrengend und privat gab es Dinge, die mich forderten. Es fühlte sich wie ein Umbruch an. Als ich mehrere Tage frei hatte kam ein Zeitpunkt an dem es sich irgendwie richtig anfühlte komplett zu Fasten. Ich kaufte mir das Buch „Wie neugeboren durch Fasten“ und las in Ruhe was bei der Vorbereitung wichtig ist – was es zu beachten gibt. Nach einem letzten Einkauf und einer Tasche voller Gemüse, diverser Säfte und Glaubersalz startete ich in diesen Selbstversuch. Aufgeregt und gespannt auf die nächsten 7 Tage.

Nach meinem ersten Getränk – welches aus Wasser und Glaubersalz bestand – dachte ich kurzzeitig an unsere Süßigkeitenschublade. 😀
Aber Aufgeben war nicht angesagt, sondern Augen zu und durch.


An den ersten beiden Tagen hatte ich Kopfschmerzen, ich fühlte mich schlapp, kraftlos. Mein übliches Training im Fitnessstudio konnte ich an diesen beiden Tagen nicht durchführen. Am meisten störten mich Menschen, die Nahrung aufnahmen und Werbung, die von Lebensmitteln handelten – und davon gibt es so viele ;D
Für die ersten beiden Tage empfiehlt es sich frei zu haben. Keine Termine, keine Arbeit und Zeit für sich.

Erschreckend wie viel Zeit auf einmal übrig blieb, wenn ich nicht damit beschäftigt war etwas zu kochen, zu backen, Rezepte zu suchen oder einzukaufen. In dieser Zeit las ich sehr viel, schlief oder machte Spaziergänge.
Um mich nicht selbst zu strafen und es mir unnötig schwer zu machen, ging ich in dieser Zeit Treffen mit Freunden und Familie bewusst aus dem Weg. Diese Treffen sind häufig damit gekoppelt, dass es etwas zu essen gibt oder man sich in einem Cafe trifft. Ab dem dritten Tag war das kein Problem mehr. Ich trank Tee, wenn ich Freunde traf und hob mir einen Teller Suppe für den Abend auf, wenn mein Partner zu Abend aß. Ich wollte trotzdem mit ihm gemeinsam essen, aber ohne ihn anzustarren wie ein hungriges Tier 😛


Zu Trinken gab es viele verschiedene Teesorten und Wasser mit verschiedenen natürlichen Zusätzen wie z.B. Zitrone, Gurke, Orange, Minze und Ingwer. Säfte gehörten auch dazu, unter anderem ein Sauerkrautsaft, der vor allem bei meinen Mitmenschen für Ekel und auch für Mitleid sorgte, obwohl beides nicht nötig gewesen wäre. Hier habe ich einfach den kulturellen Hintergrund, der vorteilhaft war 😉 Bereits in Kindheitstagen war es selbstverständlich für mich frischen Sauerkrautsaft zu trinken. Auch ist er als Ersatz für Glaubersalz einsetzbar.

Zu Essen machte ich mir verschiedene Suppen. Hierbei wurde allerdings das gekochte Gemüse abgesiebt. Das war für mich am schwierigsten. Was mache ich mit dem gekochten Gemüse?! Wegschmeißen konnte ich gar nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Also ließ ich alles an Gemüse –  außer den Kartoffeln, die nahm ich raus und verarbeitete sie für meinen Freund – in der Suppe und pürierte es klein. Und hier fängt der Moment an, an dem einige von euch vielleicht sagen, dann hast du ja gar nicht mehr richtig gefastet. Gut möglich. Dazu stehe ich. Genauso wie ich dazu stehe, dass ich keine verzehrbaren Lebensmittel wegschmeißen kann.


Die Tage drei bis sieben waren sehr gut machbar. Ich ging zum Arbeiten, zum Sport, traf mich mit Freunden und war so wie immer. Mit zwei Ausnahmen – ich benötigte weniger Schlaf. Hatte in der Nacht viele Phasen in denen ich wach war und ich fühlte mich mental gestärkt. Viele meiner Gedanken konnte ich sortieren und ging gestärkt aus dieser Fastenzeit hinaus.

Zusammenfassend kann ich nicht sagen welche Methode des Fastens schlussendlich für mich die Richtige ist. Vielleicht werde ich zwei Tage pro Woche komplett fasten, um meinen Körper zu entlasten oder bleibe bei der bisherigen Methode 16:8. Was ich aber weiß, ist dass ich definitiv mehrmals im Jahr eine Fastenwoche machen werde –  und vielleicht bist du dann ja auch dabei.

Von:

K. K.

Liebt: Sonne und Sarkasmus

Liebt nicht: Streit und Sorgen

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