Frauen

Schwierige Wesen.

Ich: Fast 50 Jahre, zweimal verheiratet und seit fünf Jahren in einer festen Beziehung.

Frauen: Nun ja, schwierig zu beschreiben.

Mit Frau läuft es nicht rund und ohne schon gar nicht. Frauen wirken immer, als wären sie auf der Suche nach dem Glück der Welt. Familie und Kinder, die nie älter werden, und den perfekten Mann. Genau hier komme ich ins Spiel.

 

 

Seit nun 50 Jahren versuche ich, die Frauen zu verstehen. Als perfekter Mann, was mir des Öfteren nachgesagt wurde, und der doch immer wieder verlassen wurde. Manche Frauen musste allerdings auch ich verlassen.

Es gibt so viele Parallelen.

Der Mann ist glücklich, hängt mit Kumpels ab und genießt jeden Tag. Klischeehaft ist dabei ein Mann bei Fußball und Bier auf dem Sofa.

Vielleicht sind Männer etwas einfacher gestrickt als Frauen aber dafür schneller zufrieden.

Wie läuft denn so ein Zusammenleben von Frau mit Mann eigentlich ab?

Der Mann ist der Jäger, auf der Suche nach Beute.

Die Frau, die Beute, ist distanziert und will sich ja nicht anquatschen lassen („Der will doch bloß das Eine!“).

Ja, Recht hat sie! Zumindest zunächst.

Es gibt aber auch Männer, die sind zu mehr berufen.

Aber nochmal zurück – nicht der Mann ist der Jagende, nein – die Frau. Welche Beute würde sich stundenlang vor dem Spiegel zurechtmachen um aufzufallen? Sich schick anziehen, um nicht erlegt zu werden bzw. „ihr EGO aufzubessern“?

 

 

„Du schaust heute wieder gut aus!“, „Hast du abgenommen?“, „Tolle Frisur!“ usw. sind nur einige Sprüche, die Frauen gerne hören. Dinge, die dem Mann nicht so wichtig sind (die er aber natürlich auch gerne hört, zwischendurch).

Ich schweife schon wieder ab… die Frau (die Jägerin) setzt sich als Beute in Szene. Der Mann (vermeintlicher Jäger) springt auf jeden kleinen Reiz an, den die Beute zulässt. In Wahrheit wird der Jäger genau abgecheckt. Ist er zu stürmisch, ist die Beute weg! Ist er zu langsam, wird er die Beute nie erreichen! Ist der Jäger interessant, so bestimmt eine Frau wie, wo und wann sie erlegt wird. Oder einfacher gesagt: Schau ich ihn an und lasse ich mich anreden, gehen wir Kaffeetrinken / Essen.

Die Frau ist das bestimmende Wesen!

Partnerschaft, Wohnung / Haus, Kinder, Arbeit, Karriere, Sexleben (eines der Themen die schier unergründlich bleiben) usw…

 

 

Partnerschaft

Sie haben genaue Vorstellungen davon, wie die Partnerschaft abzulaufen hat. Die kann ein Mann jedoch nicht erfüllen.

Da wäre unter anderem der Jahrestag, Geburtstag, Valentinstag und… eigentlich jeder Tag. Geschenke, die passend sein sollten, kein Kochtopf oder Küchengerät (was logisch sein sollte, bei solchen Geschenken verliert Mann immer). Nein, die Frau gibt Tipps, rechtzeitig vor diesen Tagen, was ein tolles Geschenk wäre. Dieses sollte es dann aber auch sein!

 

 

Der männliche Kleiderschrank wird begutachtet und ausgemistet (ich kenne keinen Mann, der dies bei seiner Freundin / Frau versucht hätte).

Wohnungseinrichtungen werden untersucht, „Das Sofa ist nicht mehr gemütlich.“, „Der Schrank nicht mehr gut genug.“, usw. Auch ein Mann hängt an manchen Möbelstücken, die jedoch meistens im Keller landen oder auf dem Wertstoffhof.

Selbst die Ernährung wird umgestellt. Vorher gab es Pizza, Spaghetti und mehr. „Typisch Mann!“ denkt hier wahrscheinlich jede Frau. Ist aber nicht so! Ich kann ganz gut kochen. Trotzdem, mehr Gemüse, Salat und Wasser werden gewünscht.

Dies sind nur wenige Beispiele, die verdeutlichen, wie bestimmend Frau sein kann. Der Mann geht diesen Weg mit, um Konfrontationen zu entgehen. Er will ja seine neue Lebensabschnittsgefährtin glücklich machen.

 

Ich ziehe das Thema Sexleben vor, es passt so herrlich zum Thema Partnerschaft.

Eines der Themen, das in jeder Beziehung fast gleich abläuft, sofern man den Gesprächen unter Männern Glauben schenken darf.

Der Mann – wenn er Lust hat, hat er Lust! Fertig!

Die Frau – unterteilt es in Kennenlernphase, Beziehungsdauer und festes Zusammenleben. In der Kennenlernphase ist es erst mal langsames herantasten, küssen, kuscheln, reden, kuscheln, küssen. Diese Phase ist sogar für einen Mann akzeptabel. Eine die gleich ins Bett hüpft ist zwar für den Trieb toll, der Mann will jedoch eine feste Beziehung und nicht eine, die gleich ins Bett hüpft.

Mit fortschreitender Beziehungsdauer wird es immer unverständlicher für einen Mann. Überspringt man mal die Zeit des nur küssens, so geht’s ja auch bald ans Eingemachte. Fast täglicher Sex, kurzes Vorspiel, dann ewiges streicheln und liebkosen. Mal ‘nen Quickie. Wochen / Monate vergehen. Frau und Mann sind glücklich.

Dann, von heut auf morgen, vielleicht auch schleichend, wird alles anders.

„Heute nicht.“, „Ich habe meine Tage.“, „Du willst immer nur Sex, früher haben wir viel mehr gekuschelt.“, sind einige Aussagen, die Mann zu hören bekommt.

Migräne war nie Thema, sowie „ihre Tage“, bis dato waren viele Gespräche geführt worden, aber nie über diese Themen.

Ab diesem Zeitpunkt verändert sich jegliches Sexleben, das Mann bisher gewohnt war. Er ist den Launen der Frau ausgeliefert. Sex gibt’s ab sofort nur noch nach Interesse der Frau.

Aussagen wie, „Eine Fußmassage wäre toll.“, „Mein Rücken und Po schmerzen, würdest du sie massieren?“, „Wir kuscheln gar nicht mehr!“, lösen den Sex ab!

Nach dem Motto, „Anfassen ja, aber mehr NICHT“!

Lebt man dann fest zusammen, führt dies zum langfristigen Sex-Entzug. Statt Sex steht diskutieren auf der Tagesordnungspunkt-Liste!

 

 

Um die Frauen zu verstehen wird Mann wohl 200 Jahre alt werden müssen. Jedoch ist der älteste, bekannte Mann nur 116 geworden. Daran müssen wir wohl noch arbeiten.

Autor: B.S.

Liebt: Schokolade & Fußball

Liebt nicht: Moskitos & Kaffee

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